Direkt zum Hauptbereich

Schimmelpilze sind oft schwer zu finden

Häufig berichten Kunden über Gesundheitsbelastungen und vermuten Schimmel in der Wohnung/im Haus. Aber es ist nichts zu sehen...

Wer kennt nicht diese Geschichten von einem Bekannten oder Verwandten, der die alte Vertäfelung von der Wand genommen hat und dahinter war alles verschimmelt?

Neulich hatte ich auch so einen Fall, wie auf dem Foto zu sehen ist: Unter dem recht neuen Laminat und der darunter liegenden Schaumstoffmmatte lagen noch die alten Boden-Platten aus den 60-er Jahren. Durch einen Wasserschaden vor langer Zeit muss Wasser unter die Platten gelaufen sein (diese waren mit Kleber befestigt, der mit einem Zahnspachtel aufgetragen war) und konnte durch das darüber verlegte Laminat nicht verdunsten. So konnten in aller Ruhe die Pilze in feucht-warmer Atmosphäre wachsen.

Beim Entfernen des Laminats und der Platten im Rahmen einer Sanierung kam uns ein stechender Schimmelgeruch entgegen.




Optisch war der Schimmel kaum zu erkennen, da der schwarze Klebstoff ganz ähnlich aussieht.

Diese Erfahrung zeigt wieder einmal, dass es bei einer vermuteten Schimmelbelastung in einem Gebäude unerlässlich ist, alle Hohlräume zu untersuchen, alte Verkleidungen an kritischen Stellen - wie z.B. vor Außenwänden - zu entfernen und die Bodenbeläge aufzunehmen.

Nur so ist gewährleistet, dass man alle Stellen, an denen Schimmel auftreten kann, findet.

Ihr Götz Autenrieth

www.betriebskosten-wohnung.de

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schimmel in der Wohnung

Diese Fotos habe ich vor ein paar Tagen bei Kunden aufgenommen.
Gut zu sehen ist, wie der Schimmel sich ausbreitet, erst ein weißer Flaum, der kaum zu sehen ist und dann die Verfärbungen. Die Tapete und die meisten Wandfarben, die wir verwenden sind als organische Materialien ein idealer Nährboden für den Schimmel.
Aber wie entsteht er?
Alle kennen das: beschlagene Brillengläser, wenn man im Winter einen Raum betritt. Was passiert da und warum? Da die Gläser noch kalt sind, die Luft aber im Raum deutlich wärmer, schlägt sich die Luftfeuchtigkeit als Kondensat auf den Gläsern nieder. Genau so verhält es sich mit den Außenwänden in der Wohnung: Sind sie zu kalt und ist die Luftfeuchtigkeit im Raum hoch, schlägt sie sich an der Oberfläche nieder. Wenn das häufig oder konstant passiert, entsteht Schimmel. Das Entscheidende ist also die Temperatur der Wand
Der Vergleich mit der Brille hilft hier wieder: Ist man erst mal ein paar Minuten im Raum und die Gläser sind genauso warm wie die L…

Mangelhafte Dachdämmung

Gravierende Mängel in einer Dachdämmung verursachen hohe Kosten. 
Auf den Fotos sehen Sie eine Dachdämmung  --  die auf Grund ihres Zustandes eigentlich keine Dämmung mehr war.
Die Folie hat sich großflächig abgelöst, hängt lose herunter. Die Dämmung zwischen den Sparren ist teilweise heraus gefallen.



























In Bestandsgebäuden "verstecken" sich hinter Verkleidungen, in Installationsschächten oder in den Wänden oft gravierende Mängel.

Im hier gezeigten Fall bemängelte der Eigentümer einer Dachgeschosswohnung Zugluft aus Steckdosen und einer Revisionsöffnung im Trempel / Kniestock seiner Wohnung sowie hohe Heizkosten. Im vergangenen Winter war außerdem eine Wasserleitung eingefroren. Das Haus aus den 1950er Jahren war 1999/2000 umfassend saniert worden. Dabei wurde auch die Dacheindeckung erneuert und das Dachgeschoss ausgebaut.
Wir beschlossen die Wand zu öffnen, was bei einer Rigipsverkleidung nicht schwierig ist. Was sich dahinter verbarg, sehen Sie auf den Fotos ...

An einer a…

Hohe Heizkosten bei Fernwärme - ein Beispiel

Extrem hohe Heizkosten bei der Prelios. 
Mieter in der Glienicker Str. 49 in Berlin zahlen bis zu € 2,48 pro m² und Monat – fast doppelt so viel wie der Durchschnitt. 

Immer wieder stößt man  in Betriebskosten-Abrechnungen auf Positionen, die einem die Sprache verschlagen: Mal kostet die Hausreinigung plötzlich das doppelte wie im Vorjahr und mal sind die Heizkosten unerklärlich hoch.
Um so einen Fall geht es hier: Ich hatte den Auftrag, die Abrechnung 2010 einer Mieterin bei der Prelios (früher Pirelli RE) zu prüfen, da sie eine sehr hohe Nachzahlung leisten sollte.
Dabei stellte ich als Hauptgrund die Heiz- und Warmwasserkosten fest. Die Ausgaben für die Fernwärme lagen um fast das Doppelte über dem Durchschnitt für Berlin.  Dazu addierten sich hohe Gebühren für den Ablesedienst ares e-count.
Bei einigen Ausgabenpositionen in Betriebskosten-Abrechnungen sind je nach Gebäudeart und –größe Preisunterschiede in den einzelnen Positionen möglich. So ist z.B. der Allgemeinstrom in großen …