Direkt zum Hauptbereich

Mängel im Wärmeschutz, Kondensat und Schimmel

Bei den aktuellen Außentemperaturen unter 0°C sind Mängel im Wärmeschutz Ihres Hauses / Ihrer Wohnung durch Messung der Oberflächentemperaturen wieder gut feststellbar.

Durch die Temperaturdifferenz zwischen Raum- und  Außentemperatur sinken die Oberflächentemperaturen der Hüllflächen (Außenwände, Dach, Fenster) ab. In der Folge kann sich Kondensat und Schimmel bilden. Bei einem schlechten energetischen Standard sinken die Oberflächentemperaturen stärker, bei guter Wärmedämmung weniger.

In einem modernen, mängelfreien und nach Enev 2009 gebauten Haus gibt es kaum noch einen messbaren Unterschied zwischen Raum- und Oberflächentemperatur der Hüllflächen.
In einem Altbau dagegen gibt es Differenzen von bis zu 10°C:
Bei einer Raumtemperatur von 20 °C sind Fensterleibungen und Außenecken, die nur 10°C haben, keine Seltenheit. Die Folge sind ein hoher Energieverbrauch, Kondensat und unangenehme Zuglufterscheinungen.




Auf dem Bild sehen Sie die Außenwand mit Fenster eines 60-er Jahre Bestandsgebäudes. Bei der Sanierung wurde der Putz entfernt und festgestellt, dass unter der Fensterbank Kalksandsteine verbaut wurden. Die nur 30 cm starke Wand hat dadurch einen mangelhaften Wärmschutz. Die rechts im Bild sichtbare Außenecke hatte bei -10°C Außentemperatur eine Oberflächentemperatur von nur 9 °C. Da möchte sich niemand aufhalten ...

Aber auch in Neubauten können durch Planungs- und Baufehler Wärmebrücken und in der Folge kalte Oberflächen auftreten.

Überprüfen Sie jetzt, ob Mängel im Wärmeschutz Ihrer Wohnung / Ihres Hauses vorhanden sind. Nach der Feststellung evtl. vorhandener Schwachstellen werden je nach Vor-Ort-Situation die weiteren Schritte eingeleitet:

Denken Sie daran: Durch die Verbesserung des Wärmeschutzes sinken der Energie-verbrauch und der CO2-Ausstoss für die Raumheizung; der Komfort steigt durch das Ausbleiben der kalten "Zugluft" und die Gefahr der Kondensat- und Schimmelbildung wird reduziert.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schimmel in der Wohnung

Diese Fotos habe ich vor ein paar Tagen bei Kunden aufgenommen.
Gut zu sehen ist, wie der Schimmel sich ausbreitet, erst ein weißer Flaum, der kaum zu sehen ist und dann die Verfärbungen. Die Tapete und die meisten Wandfarben, die wir verwenden sind als organische Materialien ein idealer Nährboden für den Schimmel.
Aber wie entsteht er?
Alle kennen das: beschlagene Brillengläser, wenn man im Winter einen Raum betritt. Was passiert da und warum? Da die Gläser noch kalt sind, die Luft aber im Raum deutlich wärmer, schlägt sich die Luftfeuchtigkeit als Kondensat auf den Gläsern nieder. Genau so verhält es sich mit den Außenwänden in der Wohnung: Sind sie zu kalt und ist die Luftfeuchtigkeit im Raum hoch, schlägt sie sich an der Oberfläche nieder. Wenn das häufig oder konstant passiert, entsteht Schimmel. Das Entscheidende ist also die Temperatur der Wand
Der Vergleich mit der Brille hilft hier wieder: Ist man erst mal ein paar Minuten im Raum und die Gläser sind genauso warm wie die L…

Mangelhafte Dachdämmung

Gravierende Mängel in einer Dachdämmung verursachen hohe Kosten. 
Auf den Fotos sehen Sie eine Dachdämmung  --  die auf Grund ihres Zustandes eigentlich keine Dämmung mehr war.
Die Folie hat sich großflächig abgelöst, hängt lose herunter. Die Dämmung zwischen den Sparren ist teilweise heraus gefallen.



























In Bestandsgebäuden "verstecken" sich hinter Verkleidungen, in Installationsschächten oder in den Wänden oft gravierende Mängel.

Im hier gezeigten Fall bemängelte der Eigentümer einer Dachgeschosswohnung Zugluft aus Steckdosen und einer Revisionsöffnung im Trempel / Kniestock seiner Wohnung sowie hohe Heizkosten. Im vergangenen Winter war außerdem eine Wasserleitung eingefroren. Das Haus aus den 1950er Jahren war 1999/2000 umfassend saniert worden. Dabei wurde auch die Dacheindeckung erneuert und das Dachgeschoss ausgebaut.
Wir beschlossen die Wand zu öffnen, was bei einer Rigipsverkleidung nicht schwierig ist. Was sich dahinter verbarg, sehen Sie auf den Fotos ...

An einer a…

Hohe Heizkosten bei Fernwärme - ein Beispiel

Extrem hohe Heizkosten bei der Prelios. 
Mieter in der Glienicker Str. 49 in Berlin zahlen bis zu € 2,48 pro m² und Monat – fast doppelt so viel wie der Durchschnitt. 

Immer wieder stößt man  in Betriebskosten-Abrechnungen auf Positionen, die einem die Sprache verschlagen: Mal kostet die Hausreinigung plötzlich das doppelte wie im Vorjahr und mal sind die Heizkosten unerklärlich hoch.
Um so einen Fall geht es hier: Ich hatte den Auftrag, die Abrechnung 2010 einer Mieterin bei der Prelios (früher Pirelli RE) zu prüfen, da sie eine sehr hohe Nachzahlung leisten sollte.
Dabei stellte ich als Hauptgrund die Heiz- und Warmwasserkosten fest. Die Ausgaben für die Fernwärme lagen um fast das Doppelte über dem Durchschnitt für Berlin.  Dazu addierten sich hohe Gebühren für den Ablesedienst ares e-count.
Bei einigen Ausgabenpositionen in Betriebskosten-Abrechnungen sind je nach Gebäudeart und –größe Preisunterschiede in den einzelnen Positionen möglich. So ist z.B. der Allgemeinstrom in großen …